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Freundschaft geht über den Tod

Das Geräusch von aufschlagendem Wasser auf Stein dringt an mein Ohr.
Mein Blick liegt auf dem unendlich weiten Wasser.
Das Meer färbt sich durch die untergehende Sonne blutrot, eine Träne läuft über meine Wangen und trifft meine Lippen.
Dieser Salzgeschmack lindert meine Schmerzen, ich streiche über meine Oberarme und seufze.

Plötzlich schlingen sich zwei Arm um mich.
Ein Kinn legt sich auf meine Schulter.
Ich drehe meinen Kopf und sehe zwei wunderschöne blaue Augen, die mich ansehen.
Blondes Haar kitzelt meine Nase und lässt mich lächeln.
Ich spüre deinen Atem in meinem Nacken, du atmest ruhig und gleichmäßig,
was mir eine Gänsehaut verschafft.
Deine Hände liegen auf meinem Bauch und streichen darüber.
Sanft streiche ich über deine Hände, lehne den Kopf zurück.

Du weißt, dass ich schwanger bin… schwanger von ihm, aber du bleibst bei mir.
Er ist gegangen, hat mich allein gelassen…
Obwohl… er kann nichts dafür, er sagte, dass er mich liebt…
Sein Blut klebt immer noch an diesem Felsen, sein lebloser Körper…
Ich sehe ihn immer noch vor mir, vergesse das Bild nicht…
Deine Streicheleinheiten beruhigen mich.

Eine Melody klingt an mein Ohr.
Mein Blick folgt Deinem in den Himmel und ich sehe sein Gesicht.
Es lässt mich traurig werden und mein Körper wird schlaff, meine Augen matt.
Du bemerkst es und drückst mich enger an dich.
Ich spüre deinen Atem an meinem Ohr, du flüstert mir etwas zu:
„Sei nicht traurig. Er wird immer bei dir sein, er liebt dich immer noch. Und du hast dich auch noch mich, also schau nicht so…“
Ich lächle und nicke.
„Danke Anni…“ sage ich und lächle erneut.

Der Wind streicht uns durchs Haar und beide blicken wir auf das offene Meer.
Die Sonne verschwindet am Horizont, der Mond lächelt.
Wir lächeln.
Weiter entfernt fliegt eine Feder mit dem Wind…
Wie die Feder eines Engels…
Meines Engels…